1. Warum folgt Dir dein Mitarbeiter?

Tipp 1: Führen und Folgen:

Wenn Du führen willst, dann verstehe, warum der Mensch dir folgt!

 

a) Manche führen – manche folgen!

Erfolgreiche Führung bedingt in der Konsequenz, dass dem Führenden Menschen folgen.

Sie folgen einer begeisternden Idee, wie z.B. in einer Revolution die Menschen dem Revolutions-Anführer blind gefolgt sind- teilweise bis in den eigenen Tod.

 

b) Vergleichen wir es mit einem Natur- oder Bergführer:

Die Menschen folgen dem Führenden durch Hindernisse hindurch.

Sie folgenden dem Bergführer auf dem sicheren Weg durch die steilen Felsen. Sie folgen dem, der voran geht und ihnen die Hand reicht, vertrauensvoll bis auf den Gipfel und auch wieder zurück ins Tal.

„Einen Menschen führen“ heißt also, ihn zum FOLGEN zu motivieren ... und - wenn es sein muss - auch über steile Wege auf einen anspruchsvollen Gipfel hin. Der Lohn vom Folgen ist die gemeinsame Vision vom Gipfel aus!“ 

 

c) Warum folgt Dir ein Mensch?

Die Entscheidung zu folgen, treffen wir Menschen wie alle anderen Entscheidungen nicht bewusst, sondern aus unseren unterbewussten bipolaren Motiven:

Es muss sich für mich lohnen zu folgen.

D.h. entweder muss damit mehr Freude verbunden sein, oder weniger Gefahr. Die Schmerz- und Gefahrenvermeidung ist dabei das stärkere der beiden Motive. Wir folgen also demjenigen, der weiß, wo es gefahrlos lang geht und uns sicher dorthin führt, wo uns Freude erwartet – weg von und hin zu!

Wir wissen nicht bewusst, ob dieser Mensch diesen Weg kennt, jedoch unser Unterbewusstes vermutet und vertraut, dass ein Mensch mit einer bestimmten Persönlichkeit den Weg kennt. Ergo folgen wir einer vertrauenserweckenden Persönlichkeit.

 

d) Jeder sucht nach einem Anführer

Als Führungskraft ist es demnach deine Aufgabe, deinen „Folgern“ das Gefühl zu geben, dass es sich lohnt, den gemeinsamen Weg zu gehen!

Jeder sucht nach diesem An-Führer.

Folgen ist übrigens immer freiwillig. Kein Zwang, keine arbeitsrechtliche Maßnahme oder Drohung kann diese Freiwilligkeit ersetzen. Wir merken immer, ob unser Mitarbeiter „Dienst nach Vorschrift“ macht oder ob er uns als wirklich motiviert folgt.